Es gibt
viele Bücher über die Formel 1 Szene, und so mancher wird sich fragen,
warum denn nun ein weiteres erscheint. Es ist doch schon alles gesagt,
geschrieben und in hunderten von Statistiken sorgfältigst aufgelistet und
analysiert worden. Stimmt! Aber dieses Buch füllt eine Lücke.
Bislang gab
es nämlich noch keine Veröffentlichung, in der über den für lange
Jahre erfolgreichsten Formel 1 Motor aller Zeiten berichtet wurde – den
Ford Cosworth DFV Motor, dieses Wunder der Technik, der gleich bei seinem
Formel 1 Debut einen Sieg erringen konnte und dem 175 weitere Triumphe für
Ford folgen sollten.
Und so ist
es nicht verwunderlich, wenn man feststellt, dass fast jeder große Formel
1 Fahrer irgendwann einmal in einem Rennauto gesessen hat, das von einem
Ford Cosworth Motor angetrieben wurde. Zehn von ihnen sind Weltmeister
geworden. Welch glorreiche Namen sich hinter diesen Erfolgen verbergen:
Graham Hill, Jackie Stewart, Jochen Rindt, Emerson Fittipaldi, James Hunt,
Mario Andretti, Alan Jones, Nelson Piquet, Keke Rosberg und Michael
Schumacher. Ingesamt dreizehn Mal gewannen diese Fahrer dank des unverwüstlichen
Ford Cosworth Motors den Titel.
Andere
Formel 1 Legenden haben zwar nicht den Titel holen können, waren damit
aber mit dem Ford Motor trotzdem äusserst erfolgreich: Ayrton Senna, Niki
Lauda, Jack Brabham, Jody Scheckter, Jackie Ickx, Carlos Reutemann, Clay
Reggazoni – um nur einige zu nennen. Und Rennstallbesitzer mit legendären
Namen wie Colin Chapman, Bruce McLaren, Jack Brabham, Frank Williams und
Ken Tyrrell gründeten ihren Ruhm auf dem Ford Cosworth DFV Motor.
Sie alle
– Fahrer und Rennstallbesitzer – haben ihren Ruhm letztendlich nur den
beiden Genies „Cos und Worth“ zu verdanken: Mike Costin und Keith
Duckworth. Diese glänzenden Konstrukteure haben den Formel 1 Rennsport
mit dem legendärsten aller Motoren bereichert.
Speziell in
den siebziger Jahren hat der Ford Cosworth DFV Motor alle Konkurrenten in
den Schatten gestellt. Es gab Erfolge, die heute noch unerreicht sind. Von
1967 bis 1983 war dieser Motor im Formel 1 Motorsport das Maß aller
Dinge.
Als sich Ford im Oktober 2004 aus der Formel 1 zurückzog, spielte der
Motor schon lange keine Rolle mehr. Seit dem letzten Titelgewinn durch
Michael Schumacher waren zehn
Jahre vergangen. Den letzten Ford Sieg fuhr Giancarlo Fisichella beim
chaotischen Regenrennen in Brasilien ein. Seinem Teamchef Eddie Jordan
machte er damit eine besondere Freude, denn für den Rennstall des Iren
war es das 200. Rennen.